Durchschlag


Durchschlag

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Durch|schlag ['dʊrçʃla:k], der; -[e]s, Durchschläge ['dʊrçʃlɛ:gə]:
durch untergelegtes Kohlepapier hergestellte Kopie eines maschinegeschriebenen Schriftstücks:
etwas mit zwei Durchschlägen auf der Schreibmaschine schreiben.
Syn.: Abschrift, Doppel, Duplikat, Zweitschrift.

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Dụrch|schlag 〈m. 1u
1. mit Durchschlag- u. Kohlepapier (meist in der Schreibmaschine) hergestelltes Doppel eines Schriftstücks
2. großes Sieb zum Durchschlagen (II.3) von Kartoffeln, Quark u. Ä.
3. spitzes Stahlgerät zum Schlagen von Löchern, Punze
4. 〈El.〉 plötzliche elektr. Entladung starker Spannung durch einen Isolator

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Dụrch|schlag, der; -[e]s, …schläge:
1. mit Kohlepapier hergestellte, meist maschinenschriftliche Kopie eines Schriftstücks:
einen Brief mit zwei Durchschlägen tippen.
2. schüsselförmiges Küchengerät aus Blech, Plastik o. Ä. mit durchlöchertem Boden zum Durchpassieren von etw.
3. (Kfz-Wesen) Stelle, wo etw. den Reifen durchschlagen hat:
einen Reifen auf Durchschläge untersuchen.

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Durchschlag,
 
der schlagartige Elektrizitätsdurchgang in Form einer Funken- oder Lichtbogenentladung durch ein zwischen hochspannungsführenden Teilen einer elektrischen Anlage, Elektrodenanordnung u. Ä. befindliches Dielektrikum (besonders durch einen Isolator) infolge Bildung einer durchgehenden leitfähigen Strecke (Durchschlagkanal) bei Überschreiten einer für das Dielektrikum oder Isolatormaterial charakteristische elektrische Feldstärke (Durchschlagfeldstärke) oder Spannung (Durchschlagspannung).

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Dụrch|schlag, der; -[e]s, ...schläge: 1. mit Kohlepapier hergestellte, meist maschinenschriftliche Kopie eines Schriftstücks: einen D. anfertigen; Sie nimmt die Akte, sie legt den D. hinein (Fallada, Mann 86); einen Brief mit zwei Durchschlägen tippen. 2. schüsselförmiges Küchengerät aus Blech, Plastik o. Ä. mit durchlöchertem Boden zum Durchpassieren von etw.: Gemüse zugedeckt weitere 8 Minuten kochen, anschließend in einen D. schütten (e & t 5, 1987, 20). 3. vorn zugespitztes Werkzeug aus Stahl o. Ä. zum Lochen; Durchschläger. 4. (Elektrot.) schlagartiger Durchgang von elektrischem Strom durch einen Isolator bei hoher Spannung: ML-Kondensatoren heilen bei Durchschlägen selbst (Elektronik 12, 1971, A 5). 5. (Bergbau) durch eine durchgeschlagene Wand entstandene Verbindung zwischen zwei Grubenbauen: Das vielleicht wichtigste Straßenbauereignis des laufenden Jahres wird aber schon im Februar unter Tag gefeiert werden - der D. des Pfändertunnels (auto touring 2, 1979, 26). 6. (Kfz-W.) Stelle, wo etw. den Reifen durchschlagen hat: einen Reifen auf Durchschläge untersuchen.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Durchschlag [2] — Durchschlag heißt die offene Verbindung zweier bergmännischer Baue. Für Durchschlagen sagt man auch Durchschlägigwerden oder Löchern. Von zwei bergmännischen Bauen, deren offene Verbindung beabsichtigt wird, heißt beim Streckenbetriebe der eine… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Durchschlag — Durchschlag, 1) (Durchschlageisen), Werkzeug, womit Löcher in dünne Metallstücke, bes. Blech, gemacht werden; es ist ein stählernes od. verstähltes Stäbchen od. ein kleiner Durchschlagmeißel, 3–5 Zoll lang, nach dem unteren gehärteten Ende hin… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Durchschlag [1] — Durchschlag, im Bergwesen die Herstellung einer offenen Verbindung zwischen zwei Grubenbauen, deren einer oder jeder gegen den andern getrieben ist …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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